Wie Schwule und Lesben während der NS-Zeit lebten

26. Juni 2002, 18:42
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Neue deutsche "Magnus- Hirschfeld-Stiftung" soll Diskriminierung erforschen

Berlin - Eine öffentlich-rechtliche Stiftung des Bundes soll künftig in Deutschland das Leben von Schwulen und Lesben erforschen und dabei insbesondere die Diskriminierung während der Zeit des Nationalsozialismus beleuchten. Der Rechtsausschuss des deutschen Bundestages stimmte am Mittwoch dem Gesetzentwurf zur Errichtung der "Magnus-Hirschfeld-Stiftung" zu, wie die Rechtsexperten von SPD und Grünen am Mittwoch in Berlin mitteilten.

"Über fünf Jahrzehnte wurde das den Homosexuellen widerfahrene Unrecht in der Bundesrepublik nicht angemessen gewürdigt", erklärten die rechtspoliitischen Sprecher von SPD und Grünen, Alfred Hartenbach und Volker Beck.

Namenspatron

Der Bundestag soll den Aufbau der Stiftung am Donnerstag zustimmen. Die nach dem früheren Sexualwissenschaftler Magnus Hirschfeld benannte Stiftung soll den Angaben zufolge mit insgesamt 15 Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt ausgestattet werden.

Die Einrichtung werde die Arbeit bereits bestehender Projekte unterstützen und soll auch das Gedenken an Hirschfeld fördern. Der 1935 verstorbene Forscher hatte sich insbesondere während der Zeit der Weimarer Republik für die Rechte von Homosexuellen eingesetzt. (APA)

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