Drohung an Justiz durch halb abgeschnittenes Ohr

26. Juni 2002, 18:12
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Franzose protestetierte gegen Gerichtsvollzieher

Paris - Aus Verärgerung über einen Gerichtsvollzieher hat ein Franzose ein Teil seines Ohrs abgeschnitten und dem Pariser Justizministerium zugeschickt. Er wolle gegen die "Machenschaften" des Gerichtsvollziehers im westfranzösischen Departement Cotes d'Armor protestieren, erklärte der Mann in seinem Begleitschreiben. Dem Schreiben waren Fotos beigefügt, auf denen zu sehen war, dass er sich etwa ein Viertel des Ohres abschnitt.

Der Mann forderte das Ministerium auf, die Teile seines Ohres dem Gerichtsvollzieher als "Jagd-Trophäe" zuzustellen. Dieser habe ihm bereits sein Haus "gestohlen". Mit Hilfe seiner juristischen Vollmachten wolle der Gerichtsvollzieher ihm "das Fell über die Ohren ziehen".

Wenn es ihm mit seinem Protest nicht gelinge, diesen Prozess abzubrechen, werde er bei jeder weiteren "Belästigung" ein "weiteres Stück" seiner selbst verschicken. Das Ministerium forderte eine Schiedstelle auf, sich in den Streit einzuschalten. Zudem soll der zuständige Präfekt überprüfen, ob der Absender "ein gefährlicher Mann ist, vor allem für sich selbst". (APA/AFP)

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