Schüler kommen auf den Geschmack

26. Juni 2002, 15:33
posten

Mehr Abwesende in Tirol und Kärnten - Schuljahr großteils "gelaufen"

Wien - Am zweiten Tag des Postbus-Streiks sind einige Kinder und Jugendliche offenbar auf den Geschmack gekommen. In Kärnten blieben etwa mehr Schüler daheim als gestern, auch viele Tiroler Schüler seien nicht so verantwortungsbewusst vorgegangen wie etwa die Pendler, erklärte der Regionalmanager der Postbus AG Tirol, Wolfram Gehri. Viele Taferlklassler hätten die "Augen verschlossen" und so getan, als ob es kein Notprogramm auf den Pendlerstrecken gegeben hätte. Auch in Oberösterreich war in jenen Schulen, die einen hohen Pendler-Anteil haben, ein erheblicher Teil der Schüler abwesend. Entschuldigt waren aber generell nur jene Kinder und Jugendliche, die auf die Busse angewiesen sind.

Die mangelnde Motivation der Schüler ist nicht zuletzt auf das Datum des Streiks zurückzuführen. In den östlichen Bundesländern läuft derzeit die letzte Schulwoche, auf dem Programm stehen häufig Wander- oder Projekttage. Auch im Westen, wo der Schulschluss erst am 5. Juli ansteht, ist das Schuljahr meistens schon "gelaufen" - bei den in dieser Woche stattfindenden Klassenkonferenzen werden schon die Noten festgelegt. Wenig motivationsfördernd wirken sich vermutlich auch das schöne Wetter und die Fußball-Weltmeisterschaft aus.

Überhaupt keine Ausreden hatten allerdings die Schüler in Wien und Vorarlberg: Im Ländle verkehrten die Postbus-Linien normal, auch in der Bundeshauptstadt - wo die einzige Postbus-Strecke von den Wiener Linien ersetzt wurde - gab es keine Einschränkungen.(APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar
Share if you care.