Schumis Strafen

26. Juni 2002, 15:03
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Die Entscheidungen der FIA-Gremien in Zusammenhang mit dem vierfachen Weltmeister

Die wichtigsten Entscheidungen der FIA-Gremien im Zusammenhang mit Michael Schumacher oder seinen Teams:

26. Juli 1994: Das FIA-Berufungsgericht disqualifiziert den zweitplatzierten Michael Schumacher nachträglich wegen seiner Regelverstöße beim Großen Preis von Großbritannien in Silverstone. Es zieht dem damaligen Benetton-Piloten die sechs Punkte ab und sperrt ihn für zwei Rennen. Schumacher hatte am 10. Juli in Silverstone bei der Einführungsrunde den vor ihm fahrenden Damon Hill überholt. Der Aufforderung, dafür eine Fünf-Sekunden-Strafe an der Box abzusitzen, war er nicht nachgekommen. Anschließend hatte er mehrfach die Schwarze Flagge ignoriert.

28. August 1994: Schumachers Sieg beim Großen Preis von Belgien in Spa-Francorchamps wird wenige Stunden nach Rennende annulliert. Die Holzplatte am Unterboden seines Benetton wies an einigen Stellen nicht die vorgeschriebenen zehn Millimeter Mindeststärke auf.

26. März 1995: Bei Benzinproben an Schumachers Benetton und David Coulthards Williams werden beim Großen Preis von Brasilien in Sao Paulo Abweichungen zum vorliegenden chemischen Muster festgestellt. Schumacher bleibt dennoch Sieger vor Coulthard. Den beiden Teams werden jedoch die Punkte für die Konstrukteurs-WM abgezogen.

26. Oktober 1997: Für seinen Rammstoß gegen den WM-Rivalen Jacques Villeneuve beim Großen Preis von Europa im spanischen Jerez wird Michael Schumacher vom Motorsport-Weltrat nachträglich aus der gesamten Saison-Wertung gestrichen. Der Ferrari-Pilot verliert dadurch die Vize-Weltmeisterschaft und alle Punkte.

23. Oktober 1999: Die Rennkommissare beim Großen Preis von Malaysia in Sepang verfügen drei Stunden nach dem WM-Lauf den Ausschluss der beiden Ferrari-Autos. Der technische Delegierte hatte zu weit über den Unterboden hinausragende Windabweiser an den Vorderseiten beanstandet. Eddie Irvine verliert seinen Sieg, Schumacher den zweiten Platz. Mika Häkkinen rückte vom dritten auf den ersten Platz vor. Ferrari legt Berufung ein. Die FIA gibt dem Einspruch statt. Als Grund werden ungenaue Messungen angeführt.

26. Juni 2002: Der Motorsport-Weltrat verzichtet auf sportlich relevante Sanktionen gegen Ferrari und die Fahrer Schumacher und Barrichello, obwohl die umstrittene Stallorder des Teams beim Großen Preis von Österreich für heftige öffentliche Proteste gesorgt hatte. Schumacher bleibt Sieger von Spielberg. Jedoch wird eine Geldstrafe von einer Million Dollar verhängt, weil Schumacher und Barrichello gegen die Protokoll der Siegerehrung verstoßen hätten. Barrichello hatte beim Rennen in Spielberg am 12. Mai seinen Kollegen nach Aufforderung kurz vor dem Ziel überholen lassen und dem WM-Spitzenreiter somit den Sieg geschenkt. Als Geste des Danks überließ Schumacher dem Kollegen den obersten Platz auf dem Siegespodest. (APA/dpa)

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