Volksoper übertrifft Vorgaben

26. Juni 2002, 20:01
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Die Saison 2001/02 ist die erfolgreichste von Dominique Mentha

Wien - Die zu Ende gehende "risikoreiche Spielzeit" sei die "künstlerisch und wirtschaftlich erfolgreichste" unter der Direktion von Dominique Mentha. Dies gab die Volksoper am Mittwoch in einer Aussendung bekannt.

Die Einnahmen aus dem Kartenverkauf seien um 150.000 Euro über denen der vorangegangenen Saison und damit um 9000 Euro über dem vom Aufsichtsrat genehmigten Einnahmesoll gelegen. Die Sitzplatzauslastung habe 79,3 Prozent betragen und sei damit um 2,1 Prozentpunkte gestiegen. Dies sei gelungen, obwohl - gemäß des kulturpolitischen Auftrags - 46 Vorstellungen mit Werken der Gegenwart oder des 20. Jahrhunderts (ohne Musical und Operette) gespielt wurden.

Laut Dominique Mentha, dessen Posten unlängst von Kunststaatssekretär Franz Morak neu ausgeschrieben wurde, habe sich sein Konzept für die Volksoper somit als richtig erwiesen: Es sei gelungen, "inhaltlichen, innovativen Anspruch und wirtschaftliche Tragfähigkeit miteinander zu verbinden".

Dass das vom Aufsichtsrat genehmigte Einnahmesoll gegenüber dem Vorjahr um rund 650.000 Euro gesenkt worden sei, mindere den Erfolg nicht, meinte Menthas Stellvertreter Otto Hochreiter gegenüber der APA. Weil man "trotz hohen Anteils an Risikoproduktionen im Rahmen der wirtschaftlichen Vorgaben geblieben ist, entgegen den Aussagen von vielen, die geunkt haben, dass wir das nicht erreichen". In den Vorjahren hatte die Volksoper die Einnahmesolls um 500.000 Euro bzw. 720.000 Euro unterschritten. Die Zielvereinbarung sei daher gemeinsam mit dem Aufsichtsrat gesenkt worden: "Man soll ja nicht eine Zielvereinbarung machen, die nicht realistisch ist." (trenk/DER STANDARD, Printausgabe, 27.6.2002)

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