Geheime Zeichensprache für Hacker

26. Juni 2002, 20:04
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"WarChalker" zeigen, wo sich offene Funknetzwerke befinden

Ein neuer Begriff im Hacker-Vokabular hat sich herausgebildet. Bei "WarChalking" geht es ebenso wie bei "War Driving" um Begriffe, die mit drahtlosen Netzwerken (WLAN) zu tun haben. Beim sogenannte War Driving versuchen Hacker sich kostenlos in ein drahtloses Unternehmensnetzwerk "einzuklinken". Das dies auch in Wien durchaus möglich ist, können Sie hier nachlesen. Findige Wardriver benötigen nicht einmal besonderes Equipment, eine Pringles Dose und ein Laptop reichen dafür schon aus.

Hilfe für War Driver

"WarChalking" bietet nun Hilfe für die so genannten War Driver. Mit dieser "Hobo Language" werden nämlich Informationen zu den offenen Netzwerke hinterlassen. Bestimmte Zeichen werden ganz einfach an diversen Plätzen mit Kreide an die Wand gemalt, Nachfolgehacker wissen dann, wo man sich kostenlos in ein drahtloses Unternehmensnetzwerk "einklinken" kann und welche möglichen Gefahren drohen.

Die Idee ist nicht neu

Das ganze erinnert ein wenig an das im deutschsprachigen Raum bekannte "Zinken". Landstreicher, Bettler, Hausierer und reisendes Volk verständigten sich untereinander mit Hilfe ähnlicher Zeichen über die Besonderheiten, die sie in den Häusern vorfanden. An den Zinken konnten die nächsten Hausierer erkennen, ob es zum Beispiel einen bissigen Hund im Haus gab, ob man besonders fromm tun musste, um ein Stück Brot zu bekommen.

Moderne Beispiel dieser Sprache sehen so aus, hier wird angegeben, dass ein "open node" am Kynance Place 15 zu erreichen ist. (red)

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