Prada verschiebt Börsengang

27. Juni 2002, 08:53
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Schlechte Marktbedingungen machen italienischer Modegruppe zu schaffen

Rom - Wegen der starken Volatilität an den internationalen Börse hat die italienische Modegruppe Prada den ursprünglich im Juli geplanten Börsengang auf einen noch nicht bestimmten Zeitpunkt verschoben. In einer Presseaussendung teilte Prada am Mittwoch mit, dass der Beschluss mit der Verschlechterung der Lage auf den Finanzmärkten zu erklären sei. Prada hatte bereits zwei weitere Mal den Börsengang wegen Schwierigkeiten an der Mailänder Börse den IPO verschieben müssen. Der Konzern hatte sofort nach dem 11. September den Börsengang abgesagt.

Hoffen auf zweites Halbjahr

"Die aktuelle Marktsituation erlaubt es uns nicht, unsere Projekte durchzuführen", so Prada. Das Unternehmen könne es in dieser Situation nicht verantworten, den Investoren ihr Entwicklungsprojekt vorzuschlagen. Prada rechnet im zweiten Halbjahr 2002 wieder mit einer Verbesserung der Situation.

In einem am Mittwoch veröffentlichten Interview mit der britischen Tageszeitung "Financial Times" hatte Prada-Geschäftsführer Patrizio Bertelli noch behauptet, dass er Mitte Juli den Modekonzern an die Börse bringen wolle. Laut der Tageszeitung sei der Wert Pradas wegen der Schwierigkeiten der internationalen Luxusbranche in einem Jahr von 7 auf 5 Mrd. Euro gesunken. Sollte sich die Weltwirtschaft erhöhen könnte Pradas Wert auf zirka sechs Milliarden Euro steigern. (APA)

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