Zweiter Todesfall nach Salmonellen-Erkrankung in Vorarlberg

26. Juni 2002, 13:19
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Keine Hinweise auf Fahrlässigkeit - Die Infektionsquelle ist nach wie vor nicht entdeckt worden, die vorbeugenden Maßnahmen werden fortgesetzt

Bregenz - Nach einem ersten Todesfall am Sonntag ist am Mittwoch im Krankenhaus Dornbirn eine weitere Patientin aus dem Altersheim Alberschwende an den Folgen einer Salmonellen- Infektion gestorben. Schon vorher hat die Staatsanwaltschaft Feldkirch in der Causa die Kriminalabteilung Bregenz mit Ermittlungen beauftragt.

Laut Kripo-Chef Major Rainer Fitz wurde der Auftrag vom leitenden Staatsanwalt Franz Pflanzner am Dienstagabend erteilt. Es bestehe im Augenblick kein Hinweis auf Fahrlässigkeit im Zusammenhang mit den gehäuften Salmonellen-Erkrankungen im Bereich der von der St. Anna- Hilfe geleiteten Altersheime. Die Kriminalabteilung habe "vorsorglich" in Zusammenarbeit mit der Lebensmitteluntersuchungsanstalt die Ermittlungen aufgenommen. Bis Mittwoch lagen laut Fitz aber noch keine Ziel führenden Ergebnisse vor.

85 verdächtige Durchfallerkrankungen gemeldet

Bis jetzt sind in Vorarlberg insgesamt 85 verdächtige Durchfallerkrankungen gemeldet worden, in nahezu 30 Fällen wurden laut Bezirkshauptmannschaft Bregenz Salmonellen als Ursache nachgewiesen. Bei den Opfern handelt es sich durchwegs um betagte Insassen von Altersheimen der St. Anna-Hilfe in Bregenz und Alberschwende.

Infektionsquelle ist nach wie vor nicht entdeckt worden

Die Infektionsquelle ist nach wie vor nicht entdeckt worden, die Untersuchungen und vorbeugenden Maßnahmen werden fortgesetzt. Im Auftrag von Gesundheitslandesrat Hans-Peter Bischof hat sich am Dienstag im Landhaus Bregenz eine Expertengruppe aus Vertretern des Landes, der Stadt Bregenz, der Lebensmitteluntersuchungsanstalt, der St. Anna-Hilfe und der BH Bregenz mit den Salmonellenerkrankungen beschäftigt.

In erster Linie gehe es jetzt darum, alles zu tun, damit sich derartige unglückliche Umstände nicht wiederholen können. Dazu gehöre die noch sorgfältigere Umsetzung und Beachtung aller Hygiene- und Präventionsmaßnahmen, betonten die Gesundheitsexperten.(APA)

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