Treichl setzt sich durch

26. Juni 2002, 13:00
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Novelle zum Bankwesengesetz bringt Erste Bank dreistellige Millionenbeträge

Wien - Erste Bank-Generaldirektor Andreas Treichl kann endgültig aufatmen: Am Mittwoch wurde im Finanzausschuss des Parlaments eine Novelle zum Bankwesengesetz (BWG) beschlossen, das die Erstellung einer Sektorkonzernbilanz ermöglicht und damit dem börsennotierten Spitzeninstitut Erste Bank zusätzliche Eigenmittel in satter dreistelliger Millionenhöhe bringen wird. Im Sparkassenverband war die Initiative Treichls zuletzt einstimmig gebilligt worden. Die Novelle soll noch vor dem Sommer im Plenum beschlossen werden.

Voraussetzung für die künftige Bewertung als "Kreditinstitutsgruppe" war die Gründung des mit Jahresbeginn in Kraft getretenen Haftungsverbunds zwischen Erste Bank und Sparkassen. Mit der jetzigen Sektorkonsolidierung kann die Erste Bank nicht nur die mehr als 60 Sparkassen in einer Bilanz konsolidieren, sondern damit auch zusätzliche anrechenbare Eigenmittel lukrieren. Aus in Medien veröffentlichten Protokollen des Sparkassenverbands geht hervor, dass die BWG-Konsolidierung der Erste Bank zusätzliche Eigenmittel von rund 4 Mrd. S (290 Mill. Euro) bringe.(APA)

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