WPP-Group sieht echte Werbeerholung erst 2004

26. Juni 2002, 12:38
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Konzern teilt optimistische Prognosen der Marktforscher für 2003 nicht

Der internationale britische PR- und Werbekonzern WPP-Group glaubt nicht an eine baldige Erholung des weltweiten Werbemarktes. Der Konzern warnt vor zu optimistischen Prognosen und sieht Schwierigkeiten bei der Erreichung des für 2002 vorgesehenen Margen-Ziels, berichtet das Wall Street Journal (WSJ). Die Ankündigung, die WPP-Group werde das gesetzte Ziel einer operativen Marge von 15 Prozent in diesem Jahr möglicherweise nicht erreichen, ließ die Aktien des Unternehmens um 6,5 Prozent fallen. In der Folge wurden auch Aktien anderer PR- und Werbeunternehmen abgestoßen. Die Kurse der französischen Publicis-Gruppe fielen laut WSJ um 6,6 Prozent, die Medienagentur Aegis-Group büßte 3,8 Prozent ein.

Signifikante Kostensenkung

WPP habe zwar im vergangenen Jahr die Kosten signifikant gesenkt, aber die schwache Umsatzentwicklung der ersten fünf Monate 2002 lasse für das Margen-Ziel von 15 Prozent nichts Gutes erwarten, sagte WPP-CEO Martin Sorell anlässlich der Jahresversammlung des Unternehmens. In den ersten fünf Monaten 2002 musste der Konzern Umsatzrückgänge von elf Prozent hinnehmen. Sorell zeigte sich auch für den Rest des Jahres eher pessimistisch. Er sehe "kaum, wenn überhaupt, Anzeichen für eine Erholung des Werbemarktes".

Das laufende Jahr werde zwar besser als das vergangene, und 2003 besser als 2002, aber eine echte Erholung sei erst 2004 zu erwarten. Damit dämpft die WPP-Group die eher optimistischen Erwartungen einiger Marktforscher, die eine Erholung im Werbegeschäft bereits für 2003 erwarten. Der Konzern glaubt allerdings an eine teilweise Erholung des weltweiten Werbemarktes unter der Führung der USA. Dort ist zumindest im TV-Bereich eine Erholung spürbar. (pte)

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