Ein virtuelles Haus

26. Juni 2002, 12:38
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Vom Keller bis zum zweiten Stock Online – Selbst in der Wäsche kann virtuell gestöbert werden

Manche Menschen lieben die Ordnung. Zu diesem Zwecke legen sie dann zum Beispiel Listen ihrer CDs oder Bücher an. Matthew McClintock, ein 35-jähriger Webmaster aus Chicago ist geradezu davon besessen sein Hab und Gut in Listen festzuhalten.

Alles Online

Zu diesem Zwecke hat er nahezu alles in seinem Haus dokumentiert. Er ging aber noch einen Schritt weiter und stellt diese Daten Online – alles ist zu finden, von den Boxershorts im Kasten bis zum Werkzeug im Keller.

Über 2000 Objekte wurden dabei fotografiert und mit einer Kurzbeschreibung versehen.

Nach eigenen Schätzungen dürfte bereits 70 Prozent des Hauses dokumentiert sein, nur zwei Zimmer, die von McClintocks Freundin benutzt werden, bleiben tabu.

Voyerismus ?

Die Website ermöglicht es durch das fremde Haus zu wandern und je nach Lust und Laune in den fremden Dingen zu stöbern.

Communities

Nachdem die Seite durch Metafilter bekannt wurde, bildeten sich regelrechte Communities, die nach bestimmten Dingen im Haus suchten. So wurde gerätselt, ob und wo sich den pornographisches Material befinden könnte. Schon nach kurzer Zeit wurden tatsächlich erotische Zeitschriften, zur Überraschung der Userschaft nicht unter der Matratze, sondern in einem Bücherregal, gefunden.

Noch gibt es einiges zu entdecken

Es gibt aber noch immer viele persönliche Gegenstände, die noch nicht gefunden wurden, versichert McClintock. Es ist interessant für welche Dinge sich die Menschen interessieren, denn das sagt viel über sie selbst aus, so McClintock.

Das Projekt wurde eigentlich gestartet, um den Umgang mit einem Apache Web Server zu erlernen. Die Seite wurde mit einem Macintosh und den Programmen Adobe Photoshop, ImageReady und Macromedia's Dreamweaver erstellt.(red)

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