"Deutschland, wie immer"

26. Juni 2002, 12:14
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Pressestimmen zum Halbfinalerfolg der Deutschen - Spaniens Medien gehässig: "Das koreanische Lügengebäude bricht zusammen"

  • Deutschland:

    "Frankfurter Allgemeine Zeitung": "Wer hätte das gedacht? Deutschland im Finale! Die koreanischen Fans stimmten Beethovens Freude, schöner Götterfunken an. Nach Ballacks Tor verstummten die 65.000 Zuschauer in Seoul und die Millionen auf Koreas Straßen."

    "Bild": "Ja! Ja! Ja! Wir sind im Finale! Jetzt sind wir die Sensation des Turniers und der Korken, der aus der Champagner-Flasche fliegen möchte - als Weltmeister."

    "Süddeutsche Zeitung": "Die Zauberer, die ohne Zauber spielen. Nach all der harschen Kritik hat sich das Team auf eine Art und Weise rehabilitiert, die Respekt verdient."

    "Die Welt": "Wir sind wie wir sind - und das ist nicht immer so schlecht, wie wir glauben. Hier zählt der pure Fußball, Gewinnen ist alles. Der Ball muss ins Netz, einmal mehr als es der Gegner schafft. Das kann dieses deutsche Team. Sie sind stark, weil sie keine Schwäche haben."

    "Berliner Zeitung": "Wir haben wieder Helden! Unglaublich, wir haben eine Hand am WM-Pokal. Deutschland befindet sich auf einer märchenhaften Reise."

    "Neues Deutschland": "Die deutschen Spieler haben gezeigt, dass es im Fußball nicht darauf ankommt, schön zu spielen, oder gut aussehende Frisuren zu haben, oder zu tun, was Experten verlangen."

  • Südkorea:

    "Joongang Ilbo": "Der überraschende Marsch der koreanischen Mannschaft wurde durch die Berliner Mauer gestoppt."

    "Korean Times": "Deutschland hat Koreas Traum beendet. Am Ende ist Südkorea einfach der Dampf ausgegangen. Die tollen und heroischen drei Wochen wurden von den mächtigen und gut organisierten Deutschen zum Abschluss gebracht."

    "Hankyoreh": "Der Zug, der die Welt überrascht hat, ist vor der Endhaltestelle gestoppt worden."

  • Japan:

    "Tochu Shimbun": "Für Südkorea war es ein glanzvolles Ende, nun kämpfen sie mit Stolz um den dritten Platz. Deutschland einen Schritt vor dem Weltmeistertitel. Das ist die unbesiegbare germanische Seele."

    "Nikkan Sports": "Kahn hat wieder perfekt verteidigt. Der Schutzgott-Gorilla hat Deutschland ins Finale geführt. Das ist typisch für die deutsche Mannschaft, dass sie trotz schlechten Spielens gewinnt."

    "Sports Nippon": "Kahn, die eiserne Wand. Es war schon wieder eine Bühne für ihn allein. Für die Südkoreaner war es eine Niederlage ohne Tränen. Sie haben mit ihrem roten Tornado Geschichte geschrieben."

    "The Daily Yomiuri": "Die Roten sind tot. Getötet durch Deutschlands Power."

    "Asahi Shimbun": "Michael Ballack hat mit seinem Tor den Südkoreanern das Herz gebrochen."

  • Spanien:

    "El País": "Deutschland weckt die Koreaner aus ihrem Traum und bringt sie auf den Boden der Tatsachen zurück. Für romantische Träumereien haben die Deutschen nichts übrig."

    "El Mundo": "Das ewige Deutschland! Das Team von Rudi Völler hat fußballerisch vielleicht nicht den besten Ruf. Aber bei dieser WM kommt es darauf an, die Hürden zu nehmen. Und das haben die Deutschen getan."

    "Marca": "Danke, Ballack! Der Leverkusener erledigt die koreanische Seilschaft."

    "As": "Eine saubere Schiedsrichterleistung, und schon scheidet Südkorea aus. Das koreanische Lügengebäude bricht mit der tadellosen Partie des Schweizers Urs Meier zusammen."

  • Italien:

    "Il Messaggero": "Flieg, Deutscher, flieg. Ballack trifft, Schiedsrichter Meier macht keinen Fehler: Deutschland rächt Italien und Spanien."

    "La Repubblica": "Unerbittliches Deutschland im Finale ohne zu unterhalten. Der magische Anschub für Korea ist vorbei."

    "La Gazzetta dello Sport": "Mittelmaß über alles. Von wegen großes Deutschland. Der erste Endspiel-Teilnehmer einer WM, die eher wegen der Schiedsrichter-Skandale als wegen der Heldentaten der neuen Weltmeister auffiel, ist eine anonyme und langweilige Mannschaft."

    "Corriere della Sera": "Vielleicht das hässlichste Semifinale aller Zeiten."

  • England:

    "Daily Star": "Deutschland hat sich ins Endspiel gekratzt. Muss man sie nicht hassen?"

    "Daily Star": "Ein Haufen Ballack. Oh verdammt, das schon wieder. Verflixte Deutsche beenden Koreas Finalträume."

    "The Sun": "Von hier (München) zu hier (Yokohama) in zehn Monaten - es muss wirklich eine WM-Verschwörung geben. Das ist doch zum Heulen."

    "The Times": "Der Kerl kriegt eine Verwarnung. Er verpasst das Endspiel. Bricht er in Tränen aus? Nee, er macht weiter und erzielt das Siegestor. Völlers gnadenlose Armee marschiert weiter. Deutschland stellt Weltordnung wieder her."

  • Frankreich:

    "L'Equipe": "Deutschland ist zurück. Der dreifache Weltmeister hat seine Werte im richtigen Moment wiedergefunden. Wie gewohnt. Ballack hat sich geopfert."

    "Le Figaro": "Deutschland zerbricht den koreanischen Traum. Ohne genial zu sein, mit Methode, Solidarität und Selbstverleugnung."

    "Le Parisien": "Ewiges Deutschland. Die Koreaner wurden von einer deutschen Mannschaft ausgeschaltet, die treu ihrer Tradition blieb, ohne Genie, ohne Mitleid, teuflisch solide und realistisch."

  • Belgien:

    "Le Soir": "Deutschland, wie immer."

  • Schweiz:

    "Berner Zeitung": "Eine deutsche Mannschaft, die sich steigerte und inzwischen fast unschlagbar wirkt."

    "Blick": "Deutschland jubelt - Ballack weint. Völler ist ein flexibler Taktiker."

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