Digitale Werbe-Kampagnen meist schlecht koordiniert

26. Juni 2002, 10:26
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Genaue Analyse der Zielgruppen fehlt

Digitale Kommunikationswege werden in Europa von werbetreibenden Firmen wenig effektiv genutzt. Planung, Koordination und Auswertung von digitalen Multichannel-Kampagnen über Web, Handy oder interaktives Fernsehen sind schlecht. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Marktforschers Forrester Research mit dem Titel "Moving Consumers With Effective Touchpoints". Laut Forrester sind 40 Prozent aller Europäer über mehr als einen digitalen Kanal erreichbar. Trotzdem verzichten werbetreibende Unternehmen auf erforderliche Tools zur Koordination derartiger Kampagnen.

Nur Basissegmentierung der Zielgruppen

Europäische Unternehmen wissen zwar, dass der Schlüssel für eine erfolgreiche Kundenkommunikation in der effektiven Zielgruppenansprache liegt. 92 Prozent der 30 von Forrester befragten Marketingverantwortlichen nehmen eine Segmentierung ihrer Kunden vor. Allerdings verwendet die Mehrheit lediglich eine Basissegmentierung, die keine Bestimmung des geeigneten Werbekanals zulässt. 40 Prozent der Befragten können die Interaktion der Kunden zwischen den Werbekanälen nicht erfassen. 44 Prozent haben Schwierigkeiten mit der Vergleichbarkeit der Resultate.

"Wichtig ist, dass nicht versucht wird, die Kanalpräferenzen der Verbraucher zu ändern, sondern diese über die von ihnen bevorzugten Kanäle anzusprechen", erklärt Rebecca Ulph, Analystin bei Forrester Research. In vielen Unternehmen werden knappe Budgets oder der organisatorische Aufwand als Argument gegen die Investition in geeignete Tools genützt. Der Preis sei aber der Abbruch der Kommunikation mit dem Kunden, weil die Berührungspunkte der Kampagnen nicht wirksam sind. Der Marktforscher empfiehlt daher, in entsprechende Management-Tools zu investieren. (pte)

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