Die Königliche

4. April 2003, 12:52
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Der Name Basilikum leitet sich aus dem Griechischen ab und bedeutet königliche Heilpflanze.

Basilikum ist eine sehr artenreiche Pflanze. Bei uns ist Basilikum durch die Mittelmeerküche bekannt geworden, ursprünglich stammt die Pflanze jedoch aus Indien. Basilikum wurde in alter Zeit nicht nur als Speisewürze, sondern auch als Heilmittel gegen fast alle Krankheiten verwendet. In Indien verehrte man die Pflanze gar als heilig. Bereits im zwölften Jahrhundert ist Basilikum auch bnach Europa gekommen. Im Mittelalter war man der Überzeugung, dass Basilikumblätter auf der Brust oder im Strumpf getragen, Zuneigung erwecken. Ein überreichtes Sträußchen Basilikum galt als Aufforderung zum Liebesspiel.

Basilikum schmeckt aromatisch-würzig und leicht kühlend. Als Würze dienen die frischen und getrockneten Basilikumblätter der einjährigen Pflanze. Auch getrocknet und gerebelt riecht das Kraut intensiv nach Sommer und gehört deshalb zu allen frischen Gemüsen. Basilikum passt ausgezeichnet zu Joghurt, Kräuterbutter und zu Nudelgerichten. Einige Basilikumblätter in der Essigflasche machen den Essig aromatischer.

Frischer Basilikum hält sich im Kühlschrank nur etwa einen Tag, getrocknetes Kraut, kühl und dunkel gelagert, einige Monate, verliert jedoch sehr im Geschmack. Zum Haltbarmachen empfiehlt sich daher die feingeschnittenen Basilikumblätter in Eiswürfeln einzufrieren.

Basilikum sollte erst kurz vor dem Servieren zur Speise gegeben werden, um das Aroma zu erhalten und darf auf keinen Fall mitgekocht werden, sondern maximal kurz erwärmt werden.

Die mediterranen Typen von Basilikum enthalten in der Hauptsache Linalool sowie Methyl-Chavicol. Das gibt ihnen den typischen, süßlichen Basilikumgeschmack. Basilikum übt eine beruhigende Wirkung auf das Nervensystem aus. Basilikumtee wirkt bei Erkältungen und gilt als Mittel gegen Traurigkeit. Basilikumblätter unter die Zunge gelegt, verbessern den Appetit, harmonisieren Nerven und Atemwege, wirken krampflösend und beruhigend bei Blähungen und fördern die Verdauung.(red)

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