Space Shuttle-Flotte bleibt vorerst am Boden

26. Juni 2002, 10:11
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Haarrisse im Rumpf von "Atlantis" und "Discovery" entdeckt - auch die nächste "Columbia"-Mission sicherheitshalber vorerst verschoben

Cape Canaveral - Nach der Entdeckung von Haarrissen in zwei amerikanischen Raumfähren ist die nächste Mission der "Columbia" vorerst verschoben worden. Wie die Weltraumbehörde NASA am Montagabend in Cape Canaveral mitteilte, sollen Techniker zunächst die Ursache des Problems herausfinden. Die "Columbia" sollte am 19. Juli ins All starten. Ein neuer Termin wurde vorerst nicht genannt.

Die mit bloßem Auge unsichtbaren Risse waren vor Kurzem an Leitungen im Treibstoffversorgungssystem der Raumfähren "Atlantis" und "Discovery" festgestellt worden. Die betroffenen Leitungen dienen dem Transport von flüssigem Sauerstoff und Wasserstoff in die Triebwerke der Space Shuttles. Sollten sie nicht fehlerfrei sein, besteht der NASA zufolge ein Sicherheitsrisiko.

Die "Columbia" wurde vorerst aus dem Verkehr gezogen, obwohl sie von dem Problem nicht betroffen war. An ihrer geplanten 16-tägigen Expedition sollten neben sechs Amerikanern auch der erste Astronaut Israels, Ilan Ramon, teilnehmen. (APA/AP)

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    Bei 30facher Vergrößerung (oben) ist es kaum zu erkennen, bei 100facher (unten) sieht man es jedoch deutlich: Im Rumpf sind Risse

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