CyberTron-Aktie stürzt ins Bodenlose - Minus 90 Prozent

26. Juni 2002, 11:03
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Nach Wiederaufnahme des Handels

Die Aktie des Wiener Telekombetreibers CyberTron stürzte am Mittwoch nach Wiederaufnahme des Handels ins Bodenlose. Gegen 10.30 Uhr notierte der Titel mit 10 Cent um gut 90 Prozent tiefer.

Prüfung

Der Börsehandel war gestern ausgesetzt worden, nachdem Verhandlungen über die weitere Zusammenschaltung der Netze der CyberTron Telekom AG mit der Telekom Austria (TA) Montagnacht gescheitert waren. CyberTron hatte zudem mitgeteilt, die Möglichkeit eines Insolvenzantrags zu prüfen.

Hintergrund der Verhandlungen mit der Telekom Austria waren offene Forderungen der TA gegenüber CyberTron. Laut TA konnte CyberTron "keine ausreichende Besicherung der ausständigen Forderungen erbringen", es soll nach Angaben aus unternehmensnahen Kreisen um mehr als 7 Mill. Euro gehen.

Die Gesamtverbindlichkeiten (inklusive Optionsanleihen) betragen nach bisherigen Angaben des CyberTron-Vorstands 60 Mill. Euro.

Sichergestellt

Heute, Mittwoch, gab CyberTron bekannt, dass seine Kunden nun wieder telefonieren können. Gestern Abend wurde eine Vereinbarung mit der UTA Telekom abgeschlossen. Damit, so hieß es weiter, werde die weit reichende Versorgung der Telefonkunden von CyberTron über die UTA-Infrastruktur sichergestellt.

Anleger, die ihr Geld in die einst zu 11 Euro emittierte Telekomaktie investierten, haben seit dem Börsengang von CyberTron im Dezember 1999 gut 99 Prozent und damit fast alles verloren. (APA)

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