Weltorganisation für Meteorologie rechnet mit neuem El Nino

26. Juni 2002, 10:48
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Wetterkapriolen bahnen sich bereits an - Auswirkungen nach Hoffnung der Experten nicht so gravierend wie vor fünf Jahren

Genf - Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) rechnet schon in Kürze mit einem neuen El-Nino-Phänomen. Die negativen Auswirkungen der damit verbundenen Wetterkapriolen würden jedoch nicht so gravierend sein wie vor fünf Jahren, erklärte die UN-Behörde am Dienstag in Genf.

Demnach ist die Meerestemperatur des Pazifiks am Äquator bereits um ein Grad Celsius gestiegen, und aus mehreren Ländern Lateinamerikas wurden Überschwemmungen gemeldet. Diese Entwicklung könnte sich in den nächsten Wochen und Monaten rund um den Erdball fortsetzen.

Der letzte El Nino von 1997 bis 1998 brachte Hitzewellen, verheerende Stürme, Flächenbrände, Überschwemmungen sowie Frost- und Dürreperioden mit sich. Die Folge waren allein Sachschäden in Höhe von 32 Milliarden Dollar. Bei dem Naturphänomen lässt die Windtätigkeit am Äquator nach, so dass sich die Ozeane erwärmen. Zugleich kommt es in den oberen Schichten der Atmosphäre zu abrupten Wetterveränderungen. So können sich Niederschläge auf bestimmte Regionen des Erdballs konzentrieren, während anderswo ungewöhnliche Dürre herrscht. Das Gegenstück ist das Phänomen La Nina, bei dem sich die Winde im Pazifik verstärken, so dass die Temperatur der Ozeane sinkt. (APA)

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