Jetzt wird's gefährlich für Ballonfahrer Fossett

26. Juni 2002, 06:39
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Der australische Abenteurer nimmt den zweiten Anlauf auf die Anden - Die Überquerung der Gebirgskette gilt als äußerst kritisch

St. Louis - Eine Woche nach seinem Start in Australien hat sich der Ballonfahrer Steve Fossett der Küste Chiles und damit der Gebirgskette der Anden genähert. Die "Bud Light Spirit of Freedom" befand sich am Dienstag in einer Höhe von rund 5.000 Metern über dem westlichen Pazifik und kam sich mit einer Geschwindigkeit von etwa 50 Stundenkilometern voran. Bei seinem sechsten Versuch, als erster Mensch die Erde allein in einem Ballon zu umkreisen, hatte Fossett zu diesem Zeitpunkt bereits 13.000 Kilometer zurückgelegt.

Damit lagen noch etwa 16.000 Kilometer vor dem 58-jährigen Millionär aus Chicago, wie die Bodenkontrollstation in St. Louis im US-Staat Missouri mitteilte. Vor allem die Überquerung der Anden galt als potenziell gefährlich. Auch die Fahrt über Brasilien, die sich daran anschließen würde, könnte viele Probleme in sich bergen. Bei seinem letzten Versuch musste Fossett wegen starker Winde nach zwölf Tagen in Brasilien notlanden und damit seine Expedition abbrechen.

Schon am vergangenen Wochenende war Fossett über dem Pazifik in schlechtes Wetter geraten, das ihn fast zum Aufgeben gezwungen hätte. Zu einem Zeitpunkt schien ein Absturz ins Meer kaum noch zu verhindern. Nachdem er diese Krise erfolgreich überwunden hatte, hatte Fossett aber wieder Mut geschöpft und war zur Fortsetzung seiner Ballonfahrt fest entschlossen. (APA)

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