Salzburg ringt weiter um Mönchsberg

26. Juni 2002, 00:02
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Drittelfinanzierung soll nun Kunstzentrum ermöglichen

Salzburg - Salzburg unternimmt einen neuerlichen Anlauf für ein Kunstzentrum im Mönchsberg, das bis zum Mozartjahr 2006 fertig gestellt werden soll. Angestrebt wird eine Drittelfinanzierung (Land, Stadt und Bund), wurde am Dienstag beim Stadt-Land-Gespräch festgestellt.

Für die Realisierung der umgeplanten Hollein-Pläne wurden die Evaluierungsberichte von SABFINANZ (Errichtungskosten) und KMPG Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft (Betriebskosten) herangezogen. Die Errichtungskosten werden 68,8 Millionen Euro inklusive Steuern und der jährliche Zuschuss der öffentlichen Hand für die ersten zwei Jahre rund 8,2 Millionen Euro, danach rund 6,2 Millionen Euro betragen, meinte Landeshauptmann Franz Schausberger (V).

Retuor zu Museumszweck

Weitere Ergebnisse des Gespräches sind: Die Hollein/Seipel Projektbetreiber gehen von der Variante des Museums im Berg als Veranstaltungs- und Eventhalle ab und kehren zum Museumszweck als hauptsächliche Verwendung zurück. Das Kunsthistorische Museum Wien, das Guggenheim Museum New York und die Eremitage St. Petersburg werden gebeten, eine schriftliche Kooperationsvereinbarung bezüglich des Museums im Berg abzuschließen und rechtzeitig vor den Verhandlungen mit dem Bund vorzulegen.

Die Stadt Salzburg soll ferner unter anderem die Errichtergesellschaft Museum im Mönchsberg (analog dem Verein Museum der Moderne auf dem Mönchsberg) gründen, um einen juristischen Ansprechpartner für die Verhandlungen mit dem Bund zu schaffen. Dabei sei auch ein von Banken vorgeschlagenes PPP-Modell (Public Private Partnership) als Grundlage oder möglicher Form der Finanzierung für die Errichtung zu erwägen und in die Verhandlungen mit dem Bund einzubeziehen, weil damit Umsatzsteuer gespart und auch keine neuerliche Ausschreibung des Projektes notwendig wird. (APA)

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