Powell: USA setzen in Zukunft auf Reformer unter den Palästinensern

25. Juni 2002, 23:03
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US-Außenminister lässt Frage einer weitere Zusammenarbeit mit Arafat offen

Washington - Die USA setzen auf reformwillige Kräfte in der palästinensischen Führung und nicht auf Palästinenser-Präsident Yassir Arafat, um den Nahost-Friedensprozess voranzubringen, hat US-Außenminister Colin Powell bekräftigt. "Ich bin sicher, dass es unter den Palästinensern Leute gibt, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, die dem Frieden verpflichtet und gegen den Terrorismus und die Zerstörung ihrer Heimat sind", sagte Powell am Dienstag in einem Rundfunkinterview. "Wir hoffen, dass diese Leute jetzt nach vorn kommen."

Ob die USA im Falle einer Wiederwahl Arafats bereit sind, weiter mit dem Palästinenser-Präsidenten zusammenzuarbeiten, sagte Powell nicht. "Damit befassen wir uns, wenn es so weit ist." Powell kritisierte die derzeitige Führungsriege. "So sehr wir auch versucht haben, mit den palästinensischen Führern zusammenzuarbeiten, es hat nicht die notwendigen Ergebnisse gebracht, nicht für den Frieden und nicht für die Palästinenser", sagte Powell. "Alles was wir versucht haben, prallte an den Felsen des Terrors und der Gewalt ab.(APA/dpa)

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