Red Hat will den Desktop erobern

26. Juni 2002, 20:47
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Spezielle Distribution soll Windows-Bastion zu Fall bringen

Linux erfreut sich auf den Großrechnern von Firmen und Behörden wachsender Beliebtheit. Auf dem PC der Angestellten und Privatanwender hat es das Betriebssystem mit dem Pinguin aber immer noch schwer. Nach Angaben des Marktforschungsunternehmens IDC hat das freie Betriebssystem bei Clients nur einen bescheidenen Marktanteil von 3,8 Prozent, während Microsoft auf satte 94 Prozent kommt.

Einfacher

Geht es nach den Plänen von Matthew Szulik, CEO von Red Hat, soll sich dies allerdings in naher Zukunft ändern. Und zwar mit einer speziell auf Desktop-Rechner angepassten Linux-Distribution. Diese könnte dann aus einfacheren Installationsroutinen bestehen, GNOME oder KDE als Benutzer-Interface verwenden und für das Surfen im Web den Open-Source Browser Mozilla bereit stellen.

Vorreiter und Vorteile

Behörden und Verwaltungen nehmen inzwischen weltweit eine Vorreiterrolle beim Einsatz von Linux ein. Dabei werden zumeist zwei Gründe genannt: Geld und Sicherheit. Vom Einsatz freier Software erhoffen sich die Verwaltungen vor allem mehr Unabhängigkeit von einem einzelnen Software-Hersteller und mehr Freiheit bei der Entscheidung, wann sie eine neue Version der Software einführen. Software-Monokulturen, die anfällig für Virenangriffe und andere Sicherheitsprobleme sind, sollen verhindert werden. Die Office-Programme werden dabei als weitgehend gleichwertig betrachtet, Unterschiede in der Bedienung gibt es – zumindest bei den bekannteren Programmen – nicht bzw. vertragen sich die Programme aus dem Hause Microsoft einwandfrei mit dem freien Betriebssystem. So sorgte die Softwareschmiede CodeWeavers mit ihrem "CrossOver Office" eine Runtime-Umgebung des Microsoft-Office unter Linux. (dpa/APA/red)

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