Presserat: Morak für "Einvernehmen" von Verlegern und Gewerkschaft

28. Juni 2002, 23:16
posten

Spricht sich in SN gegen "von Politik verordneten Ethikrat" aus

In der Diskussion um den Österreichischen Presserat tritt Kunst- und Medienstaatssekretär Franz Morak (V) für eine Zukunft des Gremiums "im Einvernehmen zwischen Verlegern und Gewerkschaft" ein. Die Politik solle "keinerlei Funktion übernehmen", betonte er im Gespräch mit den "Salzburger Nachrichten".

Gegen Ethikrat

Morak sprach sich damit gegen die Idee eines "Ethikrats" aus, wie er vor einiger Zeit von FPÖ-Klubobmann und -Mediensprecher Peter Westenthaler ins Spiel gebracht worden war. "Ein von der Politik verordneter Ethikrat für die Presse wäre ein Widerspruch in sich und würde nicht dem Prinzip der Selbstregulierung entsprechen", sagte der Staatssekretär.

Auch ÖVP-Klubobmann Andreas Khol hatte angeregt, in einer parlamentarischen Enquete zu klären, was an die Stelle des Presserats treten könnte. Über eine Enquete gab es allerdings vorerst kein Einvernehmen der vier Parlamentsparteien.

Während der VÖZ nun betont, eine Fortführung des Presserats ohne Verlegerbeteiligung wäre "weder legal noch legitim", tritt die Gewerkschaft dafür ein, dass das Organ der freiwilligen Selbstkontrolle der heimischen Presse weiter arbeitet. (APA)

Share if you care.