Misshandeltes Baby gestorben

26. Juni 2002, 20:09
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Im Zorn Schädel eingeschlagen - Reihe bestialischer Kindesmorde in Italien

Mödling - Amanda ist tot. Das 16 Monate alte Baby aus Brunn am Gebirge in Niederösterreich hat die Kopfverletzungen, die ihm vermutlich vom Freund der Mutter zugefügt worden sind, nicht überlebt. Der 26-Jährige hatte nach seiner Festnahme am Wochenende gestanden, das Mädchen misshandelt zu haben - DER STANDARD berichtete.

Auch die Mutter des Kindes sitzt in U-Haft. Der 21-jährigen Aushilfskellnerin wird Unterlassung der Obsorgepflicht vorgeworfen: Sie habe gewusst, dass ihr Freund das Kind bereits mehrmals geschlagen hatte, und es ihm trotzdem anvertraut.

Amanda war am Sonntag in den frühen Morgenstunden mit Schädelbrüchen und schweren Gehirnverletzungen ins Spital gebracht worden. Ihre Mutter hatte die Rettung gerufen, nachdem sie von der Arbeit nach Hause gekommen war und das Kind bewusstlos im Gitterbett gefunden hatte. Der Lebensgefährte der Frau hatte im Bett daneben geschlafen - laut Kriminalisten alkoholisiert.

Als Motiv nannte der mutmaßliche Täter, dass ihm die Kindesmutter ihre kleine Tochter ständig überantwortet hätte. Den Zorn darüber habe er - nicht nur einmal - an dem Baby ausgelassen: Bei der Untersuchung des schwer verletzten Kindes am Sonntag waren auch bereits länger zurückliegende Blutergüsse am Kopf und am Körper gefunden worden. Bei der letzten Misshandlung war dem Mädchen schließlich der Schädel eingeschlagen worden. Die Ärzte hatten im Falle eines möglichen Überlebens des Kindes mit schweren neurologischen Folgeschäden gerechnet.

In der Waschmaschine

Eine Reihe bestialischer Kindesmorde im Familienkreis schockiert derzeit auch Italiens Öffentlichkeit. Seit August 2000 wurden 15 Kinder von ihren Müttern, acht von ihren Vätern ermordet.

Erst am Mittwoch wurde eine 31-jährige Frau verhaftet, die ihre Söhne, vier Jahre und 21 Tage alt, in einem Alpensee ertränkt haben soll. Am 12. Mai steckte eine Mutter ihr acht Monate altes Baby in die Waschmaschine, es ertrank während eines Waschgangs in der Trommel. (DER STANDARD, Printausgabe 27.06.2002)

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