Geiger, Pianisten und Sänger

25. Juni 2002, 14:29
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Rekord-Teilnehmerzahl bei internationalem Bach-Wettbewerb

Leipzig - Hohes künstlerisches Niveau und eine Novität versprechen die Veranstalter des XIII. Internationalen Johann- Sebastian-Bach-Wettbewerbs Leipzig. "Mit 162 Geigern, Pianisten und Sängern aus 38 Ländern sind Teilnehmerzahl und Internationalität so groß wie noch nie", so Wettbewerbs-Generalsekretärin Sabine Martin anlässlich der Eröffnung. Bei den Konzerten werde die Geigenkonkurrenz erstmals und als weltweit einzigartiges Experiment parallel für Barock- und moderne Violine ausgetragen.

Bis 6. Juli wetteifern 78 Sänger, 53 Pianisten sowie 30 Geiger mit Barockvioline um den Titel "Bachpreisträger". "Das Einstiegsniveau ist sehr hoch, der Jahrgang ein sehr guter", berichtete Martin. Die meisten der Profis zwischen 18 und 33 Jahren kämen bereits mit einer tollen Biografie. Drei Jurys vergeben die mit je 6.000 Euro, 4.500 Euro und 3.000 Euro dotierten Preise sowie Sonderauszeichnungen und Konzertengagements. Die erstmals parallele Konkurrenz im Fach Geige soll nach Angaben von Martin ein Markenzeichen des Bach-Wettbewerbs werden.

Präsident des Wettbewerbs ist der international renommierte Pianist, Cembalist und Harvard-Professor Robert D. Levin. Zu den Juroren gehören der Kammersänger Peter Schreier, die Pianisten Charles Rosen aus den USA, Angela Hewitt aus Kanada und Werner Ringeissen aus Frankreich sowie Geiger wie die Russin Tatjana Grindenko und der US-Amerikaner Joseph Silverstein.

Der erste Bach-Wettbewerb fand 1950 als Teil der Feierlichkeiten zum 200. Todestag des Komponisten statt. Der nächste Jahrgang im Juni/Juli 2004 wird in den Fächern Orgel, Cembalo und Violoncello ausgeschrieben.

(APA)

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