Vermarktung der "Priesterinnen-Weihe"

25. Juni 2002, 13:55
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Neben einem Eintrittsgeld von 100 Euro wird der Verkauf eines neuen Buches gefördert

Wien/Linz - Rund um die illegale Priesterinnen-Weihe, die am kommenden Samstag in Oberösterreich an einem geheimen Ort stattfinden soll, hat sich ein veritables Geschäft entwickelt. Die TeilnehmerInnen müssen 100 Euro Eintritt bezahlen, für Pressefotos werden überzogene Preise verlangt und auch das Filmmaterial wird geschickt vermarktet.

Unkostenbeitrag

Für die Priesterinnen-Weihe haben sich rund 250 TeilnehmerInnen angemeldet. Sie mussten einen "Unkostenbeitrag" von 100 Euro auf ein Konto von Christine Mayr-Lumetzberger, der Sprecherin der Weihe-Kandidatinnen, einbezahlen. In der Einladung wird der Betrag - in Summe stolze 25.000 Euro - als "Unkostenbeitrag" deklariert. Finanziert werden soll damit "Miete der Kirche, kleiner Chor, Sicherheitsdienst, Buffet, gesamte Tagesgestaltung, Feiertexte, Reisekosten der Bischöfe, etc. (Getränke sind vor Ort extra zu bezahlen)".

Buch-Erscheinung

Mit wie viel Geschäftssinn die Sache betrieben wird, zeigt auch die Tatsache, dass am Tag der "Priesterinnen-Weihe" das Buch "Wir sind Priesterinnen" (Verlag Patmos) auf den Markt kommen wird. Der Preis beträgt 15,40 Euro. Herausgeber sind Werner Ertel und Gisela Forster. Forster ist eine der zehn "Weihekandidatinnen", Ertel jener freier ORF-Mitarbeiter, der auch die Exklusivrechte für die Fernsehbilder hat.(APA)

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