Allergie-Urlaub: Ab 1.500 Meter können Allergiker wieder durchatmen

25. Juni 2002, 20:03
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Jeder vierte Erwachsene und jedes dritte Kind betroffen - Alpinkuren sollen Erleichterung bringen

Wien - Niesen, Jucken, Atemnot für ein paar Wochen vergessen, Allergen-Karenz in den Bergen - das bietet der Verein "Allergie-Alpin" mit seinen 16 Mitgliedsbetrieben in Kärnten, Osttirol, Vorarlberg und der Steiermark in 1.500 Metern Seehöhe.

Jerder vierte Erwachsene ist betroffen

"In den Industriestaaten sind 23 Prozent der Bevölkerung von Allergien betroffen. Die Zahl der Allergiker befindet sich im Steigen", erläuterte Rossmann. In Deutschland etwa, Österreich touristischen "Hauptherkunftsland", leide jeder vierte Erwachsene und jedes dritte Kind an dieser "modernen Zivilisationskrankheit".

Milben- und Schimmelpilzfrei ab 1.500 Meter

Die häufigsten Erkrankungen sind die der Luftwege - Heuschnupfen und Asthma bronchiale. Sie beruhen auf einer Sensibilisierung gegen natürlich vorkommende Umweltstoffe wie Pollen, Hausstaubmilbe, Schimmelpilzsporen und Tierepithelien (Tierhaare), wie Dr. Gerald Freisleben, Medical Advisor bei PharmaciaDiagnostics, erklärte. Laut wissenschaftlichen Studien garantiert das Hochgebirgsklima ab einer Seehöhe von 1.500 Metern absolute Milben- und Schimmelpilzfreiheit und eine geringere Pollenbelastung als in Tallagen. Bereits nach zwei, drei Wochen trete eine Linderung der Symptome ein, so Freisleben, die auch mehrere Monate anhalte.

Pollenmessungen

"Wir bieten keinen klinischen Aufenthalt, sondern nur Urlaub, Ferien", sagte Kirchmair. Die Hotelbetriebe müssen aber verschiedene Kriterien einhalten: Die Betriebe befinden sich demnach in mindestens 1.500 Metern Seehöhe, und sie beteiligen sich an regelmäßigen Pollenmessungen, deren Ergebnisse dem Pollenwarndienst und -kalender zur Verfügung gestellt werden und im Internet abrufbar sind. Der künftige Urlauber könne so im Vorfeld seinen Aufenthalt nach Region und Zeit planen. Ein Zertifikat des Innsbrucker Instituts für Mikrobiologie muss dem Quartier Allergiefreiheit bescheinigen.

Allergenfreie Produkte

Die Teilnahme an Schulungsveranstaltungen etwa über Ernährung - wegen der oft auftretenden Lebensmittelallergien bzw. Kreuzallergien - oder Erste-Hilfe-Maßnahmen für Allergiker ist ebenfalls verpflichtend, erklärte Kirchmair. Zusätzliche Kriterien seien z. B. allergenfreie Duschgels, Shops mit Produkten für Allergiker oder ebene Wanderwege. "Es beruhigt einfach die Seele des Allergikers, wenn wir das zusätzlich machen", unterstrich Kirchmair.(APA)

Weitere Informationen: Botanisches Institut und bei Allergie-Alpin
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