Schlechteres Finanzergebnis belastet

25. Juni 2002, 13:27
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Verbund-Konzernergebnis sinkt um 27 Prozent auf 28,5 Millionen Euro - Anschluss an Vorjahres-Rekordergebnis geplant

Wien - Das Konzernergebnis des Verbund (Österreichische Elektrizitätswirtschafts-AG) ist im 1. Quartal 2002 gegenüber der gleichen Vorjahresperiode um 27,4 Prozent auf 28,5 Mill. Euro gesunken. Maßgeblich dafür war vor allem das um 74,9 Prozent auf minus 35,8 Mill. Euro abgesackte Finanzergebnis, während das operative Ergebnis (EBIT) geringfügig um 7,8 Prozent auf 83,6 Mill. Euro zulegte und damit im Rahmen der Erwartungen lag.

Belastet war das Finanzergebnis durch bewertungsbedingte, nicht realisierte Kursverluste auf Grund der Stärke des Schweizer Franken und der Anwendung von IAS 39, teilte der Verbund Dienstagfrüh ad-hoc mit. Das EBIT, das von der APA befragte Analysten im Schnitt bei 82,8 Mill. Euro erwartet hatten, sei durch Erfolge im Absatz und restriktives Kostenmanagement gestiegen, so der Verbund weiter.

Die kräftige Ausweitung der Umsatzerlöse um 45,6 Prozent auf 607,7 Mill. Euro - die Schätzungen gingen von lediglich 473 Mill. Euro aus - sei vor allem durch den Ausbau der Handelsaktivitäten und durch Vertriebserfolge im In- und Ausland gelungen. Der operative Cash-flow sei im Quartal um 12,8 Prozent auf 84,7 Mill. Euro gewachsen.

"Positiver operativer Ergebnistrend bestätigt"

Mit der 7,8-prozentigen Verbesserung des EBIT im 1. Quartal 2002 bestätige sich der positive Ergebnistrend aus der operativen Geschäftstätigkeit auch im 2. Quartal nach der vollen Liberalisierung des österreichischen Elektrizitätssektors seit dem 1. Oktober 2001, erklärte der Verbund am Dienstag weiter. Grund dafür seien die Erfolge im Absatzbereich und das weiterhin restriktive Kostenmanagement gewesen. So habe man die Personalkosten trotz einer 2,3-prozentigen KV-Erhöhung stabil halten und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen weiter senken können. Zudem habe die Umsetzung der strategischen Partnerschaft zwischen Verbund und ESTAG wie erwartet ebenfalls einen positiven Ergebnisbeitrag gebracht.

Anschluss an Vorjahres-Rekordergebnis geplant

Der Verbund will 2002 an das Rekordergebnis des Vorjahres anschließen können. Es sei eine weitere Verbesserung der Rentabilität und Produktivität sowie eine weitere Entschuldung des Konzerns zu erwarten, heißt es in dem am Dienstag veröffentlichten Aktionärsbrief zum 1. Quartal. Die Verschuldung des Konzerns solle innerhalb der nächsten drei Jahre an den Durchschnitt der europäischen Versorgerwerte herangeführt werden.

Die Verbund-Aktien legten am Dienstag bis kurz nach 12 Uhr um 0,98 Prozent auf 87,60 Euro zu. (APA)

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