G-8 für schärfere Kontrollen internationaler Transporte

24. Juni 2002, 20:58
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US-Zöllner sollen verdächtige Container auch im Ausland kontrollieren dürfen

Hamburg - Die sieben wichtigsten Wirtschaftsnationen und Russland (G-8) wollen einem Zeitungsbericht zufolge eine Initiative zur Sicherheit internationaler Transporte starten. Unter anderem solle US-Zöllnern ermöglicht werden, zur Bekämpfung des Terrorismus auch in anderen Staaten verdächtige Container zu kontrollieren, berichtete die "Financial Times Deutschland" (Dienstagausgabe) unter Berufung auf deutsche Regierungskreise. Die Initiative solle auf dem am Mittwoch in Kanada beginnenden Weltwirtschaftsgipfel gestartet werden.

Über einige Details der Erklärung wurde den Angaben zufolge noch verhandelt. Vor allem die USA drängten auf eine stärkere Kontrolle der Containertransporte auf den Weltmeeren. Die USA hielten es für möglich, dass Terroristen oder Materialien für Anschläge mit Containern transportiert werden. Die G-8-Staaten wollten daher die Internationale Seefahrtsorganisation (IMO) in London auffordern, Maßnahmen zur Kontrolle der Container zu ergreifen. Unter anderem sei eine Überwachung über Satelliten im Gespräch. International vereinbarte Kontrollmechanismen in den Häfen sollten so gestaltet werden, dass die USA bei Bedarf direkte Kontrollmöglichkeiten hätten.

Die bereits im Rahmen der Internationalen Zivil-Luftfahrt Vereinigung ICAO beschlossene Sicherung aller Cockpits in Verkehrsflugzeugen gegen Terroristen solle beschleunigt werden, berichtete das Blatt weiter. Nach den Anschlägen vom 11. September war bereits vereinbart worden, dass alle Verkehrsflugzeuge bis November 2003 so gesichert werden sollen, dass Terroristen nicht in die Cockpits eindringen können. Die G-8 wollten nun vorschlagen, den Termin auf März nächsten Jahres vorzuziehen. (APA)

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