Elton John scheitert mit Berufungsklage

24. Juni 2002, 19:14
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Die Rückerstattung von Tourneekosten in Höhe von 14 Millionen Pfund bleibt ihm versagt

London - Sir Elton John, britischer Popstar, ist mit einer Berufungsklage um die Rückerstattung von Tourneekosten in Höhe von 14 Millionen Pfund (21,7 Mill. Euro) gescheitert. Das höchste britische Berufungsgericht (Court of Appeal) entschied am Montag in London, dass der Sänger und mehrfache Millionär nach dem Vertrag mit seiner Managementagentur keinen Anspruch auf Kostenerstattung habe. Der Vorsitzende Richter beschrieb Sir Elton als einen "ungewöhnlich großzügigen und intelligenten Mann, der allerdings wenig oder gar kein Interesse an geschäftlichen Dingen hat".

Anwalts- und Gerichtskosten von acht Millionen Pfund

Der Sänger, der am Dienstag (25.6.) in Wien auftritt, war bereits im vergangenen Jahr im Londoner High Court mit seiner Klage gegen die Musikagentur John Reid Enterprises und seine Buchhalterfirma gescheitert. Ihm wurden dafür die Anwalts-und Gerichtskosten von acht Millionen Pfund auferlegt.

Geld für Blumen

Bei dem Prozess war auch bekannt geworden, dass Sir Elton auf dem Höhepunkt seiner Popularität in nur 20 Monaten rund 40 Millionen Pfund (62,1 Mill. Euro) ausgab, darunter allein 480.000 Euro für Blumen. Nicht zuletzt wegen der Kosten der Gerichtsverfahren seien die Einkünfte des Sängers im Jahr 2001 auf 16 Millionen Euro gesunken, berichtete die "Sun" im Februar unter Berufung auf dem Gericht vorgelegte Bilanzen. (APA/dpa)

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