"Oberösterreichische Nachrichten" sparen an ihren Chefs

25. Juni 2002, 16:00
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Vorzeitig in Pension: Chefredakteur und Ressortleiter

Die Konjunkturkrise zwingt offenbar auch die Oberösterreichischen Nachrichten zu Sparmaßnahmen. Einem Teil der Ressortleiter und dem Chefredakteur wurde vorzeitige Pension ans Herz gelegt. Chefredakteur Hans Köppl geht mit Jahresmitte 2003.

Köppl hält sich Montag auf Anfrage ziemlich bedeckt: "Faktum ist, dass über Pensionierungen geredet wird, mehr nicht. Konkretes gibt es darüber hinaus nicht."

Im Blatt wird Dienstag von seiner Ablöse zu lesen sein. Nachrücken soll sein Stellvertreter und Wirtschaftschef Gerald Mandlbauer. Noch vor Monaten soll Köppl "bis 65" geantwortet haben, als ihn Mitarbeiter in einer Redaktionskonferenz fragten, wie lange er noch Chefredakteur bleiben wolle. Eigentümer und Herausgeber Rudolf A. Cuturi sagte dem STANDARD, er habe Köppls Rückzug in einem Jahr schon länger mit ihm vereinbart.

Der 61-jährige Köppl erklärt eher allgemein: Bei der "Personalplanung" sei nun "der Jahrgang 1942 dran, nächstes Jahr ist es 43 und dann 44".

Kein Einzelfall

Einzelfall ist er nicht: Lieber nicht bis 65 an Bord sehen will der Cuturi offenbar seinen Leitenden Redakteur und Ressortchef Außenpolitik Gerhard Maurer, die Ressortleiter für Sport und Kultur, Hubert Potyka und Franz Schwabeneder, den Chef des Wiener Büros Karl Danninger sowie ältere Redakteure, darunter Fernseh- und Filmspezialist Luigi Heinrich.

Cuturi bestätigt Gespräche über frühere Pensionierungen, will diese aber niemandem nahe gelegt haben. Er spricht von einer "wirtschaftlich schwierigen Situation", den Nachrichten gehe es aber "besser als vielen anderen Verlagen". (Harald Fidler/DER STANDARD, Printausgabe, 25.6.2002)

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