Ein Presserat "auf sozialpartnerschaftlicher Basis"

24. Juni 2002, 17:53
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Bohmanns Vorschlag

Für einen Presserat "auf sozialpartnerschaftlicher Basis" hat sich am Montag Rudolf Bohmann, Präsident des Österreichischen Zeitschriften- und Fachmedienverbands, im Gespräch mit der APA ausgesprochen. "Wir glauben, dass das Gremium in der bisherigen Zusammensetzung für die Medienfreiheit und die Presseszene optimal war." Nach dem Scheitern der Verhandlungen am Montag werde der Zeitschriftenverband operativ die Partnerschaft sistieren, aber nicht kündigen.

Man hoffe auf weitere Gespräche, für die Bohmann durchaus Chancen sieht: "Gute Verhandlungen brauchen ihre Zeit - und Bewusstseinsbildung." Bei etwaigen Änderung der Presserats-Konstruktion müssten aber die Trägerverbände - neben dem Zeitschriftenverband noch der Verband Österreichischer Zeitungen, die Journalistengewerkschaft sowie der Presseclub Concordia - jedenfalls eingebunden sein, meinte er.

Was die Sistierung für die von der Gewerkschaft angekündigte mögliche weitere Arbeit des Presserats bedeute, hänge davon ab, wie die vom Zeitschriftenverband entsandten Mitglieder agieren, sagte Bohmann abschließend. (APA)

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