Microsoft bastelt an umfassender Sicherheitslösung für PCs

25. Juni 2002, 12:45
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"Palladium" erstreckt sich auf Software und Hardware - Soll Film- oder CD-Kopien verhindern

Der Computerriese Microsoft entwickelt in Zusammenarbeit mit führenden Chip-Herstellern ein neues Sicherheitskonzept, das mehr Schutz vor Hackern, Viren oder unerlaubten Kopien bieten soll. Das Großprojekt mit dem Codenamen Palladium soll die Möglichkeit der Computernutzer drastisch verbessern, ihre persönlichen Daten wie Kreditkartennummern oder E- Mails vor unerlaubtem Zugriff zu schützen.

Kampf gegen Kopien

Die US-Zeitschrift "Newsweek" berichtete am Montag, Palladium solle auch den großen Hollywood-Studios und Musikkonzernen die Sicherheit bieten, dass niemand ihre Filme oder CDs unerlaubt kopieren kann. Mit der Markteinführung wird nach Informationen der Zeitschrift in zwei Jahren gerechnet. Microsoft gehe davon aus, dass mindestens 100 Millionen Rechner ausgeliefert werden müssen, um das neue Sicherheitssystem durchzusetzen.

Gewaltig

Experten sprachen von einem gewaltigen Projekt. Da sich die verbesserten Sicherheitsmaßnahmen nicht allein durch Software erreichen lassen, hat sich Microsoft die Zusammenarbeit der Chiphersteller Intel und AMD gesichert. Zudem laufen Verhandlungen mit den Computerriesen Dell, HP und IBM.

Keine Chance für Hacker

Laut "Newsweek" verspricht Palladium den Kunden eine ganze Reihe von Sicherheitsmaßnahmen. So sollen Computer-Nutzer künftig entscheiden können, was mit ihren E-Mails geschieht. Sie können demnach verhindern, dass die Empfänger die Mails kopieren oder weiter leiten. Kreditkartennummern werden mit spezieller Hochsicherheitstechnologie verschlüsselt, so dass Hacker nach Angaben der Entwickler keine Chance haben.

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