Vater schüttelte Kleinkind bis zur Bewusstlosigkeit

24. Juni 2002, 19:30
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Zwei Jahre Haft für Kindesmissbrauch

Bregenz/Feldkirch - Am Landesgericht Feldkirch wurde am Montag ein Fall von kaum fassbarer Kindesmisshandlung verhandelt. Ein 23-jähriger Mann aus Hohenems, der vor über einem Jahr seinen damals zwei Monate alten Sohn bis zur Bewusstlosigkeit geschüttelt und dadurch schwer verletzt hatte, wurde wegen "Quälen unmündiger Personen" zu zwei Jahren unbedingter Haft verurteilt. Staatsanwaltschaft und Verteidigung legten Berufung ein, das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der Angeklagte hatte im Mai 2001 den schreienden Säugling durch heftiges Schütteln "beruhigt". Als das Kleinkind bewusstlos wurde, brachten es die Eltern in das Krankenhaus Hohenems, wo die Ärzte die schweren Verletzungen (u.a. Schädelbruch, Hirnverletzungen, Rippenbrüche) feststellten. Laut gerichtsmedizinischem Gutachten ist das Kind als Folge des "Schütteltraumas" ein Dauerpflegefall im Rollstuhl und wird voraussichtlich nie richtig hören, sehen oder sprechen können. (APA)

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