France-Telecom-Aktie bricht nach Moody's-Abstufung ein

24. Juni 2002, 16:41
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Deutsche Telekom fällt auf Allzeittief

Die Aktienkurse des französischen Telekommunikationskonzerns France Telecom und seiner Mobilfunktochter Orange sind am Montag nach der Herabstufung der Kreditwürdigkeit durch die Ratingagentur Moody's eingebrochen. Nach einer zeitweisen Aussetzung von Handel verloren France Telecom-Papiere 12,3 Prozent auf 10,88 Euro. Auch der Orange-Aktienkurs fiel um mehr als acht Prozent auf 4,68 Euro.

GEsenkt

Die Ratingagentur Moody's hatte zuvor die Einstufung der langfristigen Kreditwürdigkeit beider Telekom-Konzerne um zwei Stufen auf "Baa3" gesenkt. Moody's sieht damit deren Verbindlichkeiten nur noch eine Stufe über dem hochspekulativen Ramsch-Status ("Junk"). Zudem sei der Rating-Ausblick negativ.

Moody's begründete die Abstufung mit den schwindenden Chancen für einen schnellen Schuldenabbau bei France Telecom. "Moody's erwartet nicht, dass France Telecom Ende 2002 eine Nettoverschuldung von weniger als 70 Mrd. Euro haben wird." Vielmehr könnten mit einem Zukauf des Büdelsdorfer Mobilfunkunternehmens MobilCom die Verbindlichkeiten auf bis zu 75 Mrd. Euro wachsen, teilte Moody's weiter mit.

Deutsche Telekom fällt auf Allzeittief

Auch die Aktien der Deutschen Telekom haben nach einer Herabstufung von France Telecom durch die Ratingagentur Moody's am Montag ihre Verluste ausgeweitet. Die T-Aktie fiel um bis zu 5,6 Prozent auf ein Allzeittief von 8,54 Euro.

Die Herabstufung der France Telecom belaste die Deutsche Telekom neben der allgemeinen Marktschwäche sehr stark, sagten Händler. "Wir hoffen, dass sich die T-Aktie auf dem derzeitigen Niveau hält", fügte ein Börsianer hinzu. Da es derzeit aber keine technische Unterstützungslinie gebe, sei das Schicksal des Papiers nicht absehbar. Es gebe nun nur noch eine psychologische Marke bei 8,50 Euro.(APA/Reuters)

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