ÖGB stärkt Betriebsrat den Rücken

24. Juni 2002, 14:56
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Streikkasse springt für entgangene Gehälter ein -

Wien - Der ÖGB stärkt dem Postbus-Betriebsrat einen Tag vor dem geplanten 48-stündigen Warnstreik erneut den Rücken. "Wir unterstützen die Aktion der Mitarbeiter beim Postbus", sagte eine Sprecherin von ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch am Montag zur APA. Der Betriebsrat kämpfe auch für die flächendeckende Versorgung Österreichs mit öffentlichen Verkehrsdiensten. Deshalb gebe es auch eine breite Unterstützung in der Bevölkerung für den Protest, so die Sprecherin.

Streikunterstützung

Der ÖGB will nun mit seiner Streikkasse einspringen, sollte der Vorstand wie angekündigt keine Gehälter an die streikenden Angestellten des Postbusses ausbezahlen. "Die gewerkschaftlich organisierten Mitglieder bekommen eine Streikunterstützung", so eine Sprecherin. Der Betriebsrat geht von einer Belastung der Streikkasse mit rund 70.000 Euro aus. Für jene 4 Prozent der Angestellten, die nicht Mitglied des ÖGB sind, soll ein hauseigener Sozialfonds des Betriebsrates einspringen.

Der ÖGB wird sich auch in seiner Bundesvorstandssitzung am kommenden Mittwoch eingehend mit dem Thema Postbus beschäftigen. Daneben geht es beim dem Treffen unter anderem auch um die EU-Erweiterung sowie um die Themen Krankenkassen und Abfertigung Neu. (APA)

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