Madrider Kunstraub

24. Juni 2002, 21:11
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Zehn von 17 gestohlenen Gemälden sind sicher gestellt: Zwei Goyas sind wiederbeschafft - Werke von Breughel und Gris weiter vermisst

Pontevedra - Acht Monate nach einem der größten Kunstraubfälle der spanischen Geschichte hat die Polizei die meisten der damals gestohlenen Werke wiederbeschafft. Zehn der 17 wertvollen Gemälde, die im August 2001 aus dem Madrider Wohnhaus der Milliardärin Esther Koplowitz gestohlen wurden, seien von den Ermittlern sichergestellt worden. Das teilte Spaniens Innenminister Mariano Rajoy am Samstag mit.

Keine Abnehmer für berühmte Gemälde

Dazu gehörten Werke großer Meister wie Francisco de Goya oder Joaquín Sorolla. Nähere Einzelheiten werde die Polizei in der kommenden Woche bekannt geben. Zur Beute hatten auch Werke von Pieter Breughel oder Juan Gris gehört. Experten wiesen damals darauf hin, dass die Diebe für die gestohlenen Gemälde kaum Abnehmer finden dürften. Die Werke seien zwar von unschätzbarem Wert, aber auch zu bekannt. Im Dezember hatte die Polizei eine sechsköpfige Bande festgenommen unter dem Verdacht, die Kunstwerke gestohlen zu haben, das Sextett aber später wieder freigelassen.

Unversicherte Gemälde der reichsten Frau der Welt

Die gestohlenen Kunstwerke, deren Wert die Presse auf über 50 Millionen Euro schätzte, waren nicht versichert. Dazu gehörten die Gemälde "Der Sturz des Esels" und "Die Schaukel" von Goya (1746-1828), "Gitarre auf einem Stuhl" von Gris (1887-1927) und "Die Versuchungen des Heiligen Antonius" von Breughel (1525-1569) sowie eine ägyptische Statue aus vorchristlicher Zeit. (APA/dpa)

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