Wichtigste Industriestaaten G-8

24. Juni 2002, 13:24
posten
Frankfurt/Main - Aus der Gruppe der sieben wichtigsten Industriestaaten (G-7), die seit mehr als einem Vierteljahrhundert regelmäßig auf höchster politischer Ebene über Fragen der Weltwirtschaft diskutieren und ihre Positionen abstimmen, ist seit 1998 die Achtergruppe (G-8) geworden. Zu den Regierungsvertretern aus Deutschland, den USA, Japan, Frankreich, Großbritannien, Italien und Kanada gesellt sich seitdem auch der russische Präsident. Russland wurde schon seit 1991 zu den politischen Beratungen hinzugezogen.

Die Staats- und Regierungschefs kommen einmal im Jahr zum so genannten Weltwirtschaftsgipfel zusammen. Der Präsident der EU-Kommission nimmt regelmäßig als Gast daran teil. Feste Regeln oder schriftliche Statuten gibt es nicht. Was 1975 aus der Initiative des deutschen Bundeskanzlers Helmut Schmidt und des französischen Staatspräsidenten Valery Giscard d'Estaing als Kamingespräch begann, ist mittlerweile eine Mammutkonferenz mit Tausenden Teilnehmern geworden.

Um den Gipfel herum gruppieren sich bilaterale Gespräche. Regelmäßig auf der Tagesordnung stehen: das Verhältnis der Leitwährungen, die Zinsen und die Entwicklung der Kapitalmärkte. Kritiker werfen den G-8-Staaten vor, sie würden bei ihren Treffen keine Antworten auf aktuelle Probleme wie zum Beispiel die Massenarbeitslosigkeit in Westeuropa finden. Im Mittelpunkt der Gespräche soll diesmal die Armut in Afrika und der Kampf gegen den Terrorismus stehen. (APA/AP)

Share if you care.