Unwetterschäden in Kärnten gehen in die Millionen

24. Juni 2002, 13:22
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Bundesheereinsatz in Zauchenwinkel und Krumpendorf

Klagenfurt - Über weite Teile Kärntens sind Sonntag am Abend und in der Nacht auf Montag die bisher schwersten Unwetter des heurigen Jahres niedergegangen. Besonders betroffen waren die Bezirke Feldkirchen und Spittal/Drau. Die Schäden gehen in die Millionen Euro.

In der Stadt Feldkirchen wurde der Amtshof als kultureller Sitz besonders in Mitleidenschaft gezogen. "Die Fassade sieht nach den Hagelschäden aus als wenn jemand mit einem Maschinengewehr geschossen hätte", sagte Gemeindereferent Georg Wurmitzer (V) nach einem Lokalaugenschein.

In Zauchenwinkel bei Weitensfeld (Bezirk St. Veit/Glan) wurden zwei Brücken so stark beschädigt, dass die Zufahrt zu einigen Gehöften blockiert ist. 40 Pioniere des Bundesheeres sind bereits im Einsatz. Dies gilt auch für die Wörther-See-Gemeinde Krumpendorf, wo ein Haus durch umgestürzte Bäume stark beschädigt wurde. Zehn Soldaten sind mit Aufräumungsarbeiten beschäftigt. Insgesamt hatte die Feuerwehr über 400 Einsätze.

Wurmitzer kündigte an, dass es für die betroffenen Entschädigungen aus dem Katastrophenfonds geben werde. Private können mit 30 bis 50 Prozent rechnen, für den öffentlichen Bereich sind 50 Prozent vorgesehen. Darüber werde am (morgigen) Dienstag in der Sitzung des Regierungskollegiums gesprochen werden. Schäden am Feldbau können nur über eine Hagelversicherung geltend gemacht werden. (APA)

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