Polen: PKN-Privatisierung vor dem Aus

24. Juni 2002, 14:50
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Neue Regierung will größter Aktionär bleiben

Warschau - Polen wird das größte Öl-Unternehmens des Landes, PKN Orlen, möglicherweise doch nicht privatisieren, sondern ihren Minderheitsanteil behalten, da die neue Regierung der größte Anteilsinhaber bleiben möchte, schreibt die polnische Zeitung "Rzeczpospolita" (Warschau) am Montag, ohne eine bestimmte Quelle zu nennen, berichtet die Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg.

OMV und Mol interessiert

Wie berichtet, hat die polnische Regierung erst am 13. Juni die Privatisierung des größten Öl-Unternehmens des Landes auf nächstes Jahr verschoben. Der österreichische Energiekonzern OMV und das ungarische Öl-Unternehmen Mol waren beide in Gesprächen über den Kauf eines 17,58-Prozent-Anteils am polnischen Energieunternehmen. Die Weiterführung von Gesprächen wurde allerdings nicht ausgeschlossen.

Die staatliche Holding Nafta Polska wolle zuvor eine Entscheidung zum Verkauf von 75 Prozent der Raffinerie Gdanska abschließen, wofür sich ein Konsortium der britischen Rotch Energy und des russischen Öl-Konzerns Lukoil interessierten. Mol sei auch beim Gdanska-Verkauf im engsten Kreis der Bewerber, hieß es. (APA)

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