Hacker missbrauchen Fußballfieber - Computervirus verspricht WM-News

24. Juni 2002, 10:58
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Anzahl der Viren sinkt - Gefährlichkeit steigt

Vorerst unbekannte Hacker missbrauchen das zur Zeit herrschende "Fußballfieber". Ein neuer "Batchvirus" verspricht aktuelle News zur laufenden Fußball-Weltmeisterschaft. Durch das "Anklicken" des Attachments (E-Mailanhang) "WorldCup.BAT" erzeugt der Virus verschiedene Dateien, die dann in weiterer Folge seine Schadfunktionen aktivieren. Generell sei zwar die Anzahl der Viren im Sinken, die Gefährlichkeit der neuen "Computerkiller" steige aber ständig, erklärte der Virenexperte und Chef der Linzer Firma "DataProt", Christian Schmid.

"WM-Virus"

Etliche Dateien und auch Antivirussoftwares würden dem "WM-Virus" zum Opfer fallen, so Schmid. Auch Systemabstürze - mit den damit verbunden Datenverlusten - seien eine Folge des Virenbefalls. Der Experte rät, keine Attachments mit dem Namen "WorldCup.BAT" zu öffnen und generell E-Mails unbekannter Herkunft zu löschen.

"Heiße" Fotos

Ebenfalls neu am Virensektor sei der E-Mailwurm "Shakira", so Schmid. Dieser Wurm, benannt nach der kolumbianischen Hitparadenstürmerin "Shakira", verspricht dem Computer-User "heiße" Fotos des Stars im Attachment. Der "Mail-Wurm" verbreitet sich über Outlook und Outlook Express und ändere bei Infektion die "Registry", damit er beim nächsten Systemstart automatisch geladen wird, erläuterte Schmid.

Löschen

Auch hier rät der Experte, verdächtige Mails sofort zu löschen. Sowohl "WorldCup.BAT" als auch "Shakira" sind bereits in Österreich aktiv. Der Zukunft am Virensektor sieht Schmid nicht gerade positiv entgegen: "Die aktuellen Trends in der Virenentwicklung lassen zwar erstmals eine zahlenmäßig rückläufige Tendenz erkennen, es ist aber zu erwarten, dass sich die Virenprogrammierer in einer Phase der Umorientierung befinden und sich Neuland für ihre sinnlose Destruktion suchen". Zu befürchten seien auch neue "Tricks" der Viren-Bastler, wie zum Beispiel das automatische Starten von Attachements, sobald ein E-Mail geöffnet wird, so Schmid.(APA)

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