Gebirge in der Stadt

24. Juni 2002, 16:58
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Eine Ausstellung in Innsbruck rückt die Nordkette ins Zentrum des Blickes

So wie sie bei Flachländern beim ersten Anblick Beklemmungen auslöst, vermissen manche Einheimische die vertraute Massivität der Berge in den Weiten der Ebene. Kulturgeschichtlich steht die Innsbrucker Nordkette zwar im Schatten des unscheinbaren Bergisel vis-à-vis, aber natürlich läge das Herz der Alpen ohne sie nicht in Tirol. Im UNO-Jahr der Berge wird sie nun mit "Vertikal. Eine Ausstellung in der Stadt" endlich ins Zentrum auch des Blickes gerückt: als "größtes je ausgestelltes Objekt, mit 15 Kilometern Länge, sieben Kilometern Breite und 2064 Metern Höhe".

Die Organisatoren (Alpenvereinsmuseum und das Büro für Museumsprojekte Rath & Winkler) lenken das Auge im eigenen Pavillon im Englischen Garten (beim Congress) auf Nordkettenmotive von Foto, Film oder Postkarte sowie an "Blickstationen" entlang der Innpromenade auf markante Punkte der nahen Naturkulisse. Sie veranschaulichen deren Nutzung als Kulturlandschaft (Erschließung, Bergbau, Wasserwirtschaft).

Ein mit Handy abrufbarer Audioguide liefert dreisprachig vertiefende Hörbeiträge und Minifeatures (bis 14. 8. kostenlos). Ein illustriertes Taschenbuch mit Infokarte führt zudem ins Gelände. (DER STANDARD, Printausgabe, bs)

Pavillon im Englischen Garten, Innsbruck, täglich 9-13 Uhr. Bis 13. 10.
www.vertikal.at
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    foto: vertikal
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