Protest gegen Mediensperre im Westjordanland

24. Juni 2002, 10:36
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Journalisten: Militärische Maßnahmen machen Berichterstattung unmöglich

Jerusalem - Die Auslandspresse in Israel hat gegen die Mediensperre bei der neuen israelischen Militäroffensive im Westjordanland protestiert. Die Kombination aus militärischen Sperrzonen und Ausgangssperren mache eine Berichterstattung über die wichtigen Vorgänge unmöglich, teilte die Pressevereinigung am Montag in Jerusalem mit.

Die Verhängung eines zeitlich unbegrenzten Berichterstattungsverbotes über Zentren mit Hunderttausenden von Einwohnern wurde als Verletzung der Pressefreiheit bezeichnet. Da die Überprüfung von Berichten aus diesen Gebieten unmöglich sei, werde nur der Verbreitung von Gerüchten und Konfusion Vorschub geleistet. Nach drei Selbstmordanschlägen palästinensischer Extremisten mit insgesamt 31 toten Israelis hatte die israelische Regierung vergangene Woche die zeitlich unbegrenzte Militäroffensive "Entschlossener Weg" gebilligt. (APA/dpa)

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