Oberstaatsanwalt wirft Briten Rassismus vor

24. Juni 2002, 08:49
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51 Prozent der Befragten bezeichnen britische Gesellschaft als rassistisch

London - Die britische Gesellschaft leidet nach Einschätzung des Oberstaatsanwalts des Landes unter immanentem Rassismus. Die Briten pflegten "stereotype Vorteile" auf Grundlage der Hautfarbe und Herkunft eines Menschen, sagte der Chefankläger des Londoner High Court, David Calvert-Smith, im Interview mit dem Rundfunksender BBC laut einem Bericht der "Sunday Times". In einer Umfrage des Instituts ICM äußerten kürzlich 51 Prozent der Befragten die Überzeugung, dass die britische Gesellschaft rassistisch sei.

Einer weiteren Umfrage zufolge, die die Zeitung "Sunday Telegraph" veröffentlichte, haben nur wenige britische Euro-Skeptiker ihre Meinung nach einem Aufenthalt in einem der Länder der Euro-Zone geändert. ICM befragte im Februar 339 Briten zum Euro. Nur vier Prozent gaben an, der Gemeinschaftswährung positiver gegenüber zu stehen, nachdem sie im Ausland damit Erfahrungen aus erster Hand gemacht haben. Die Mehrheit der Briten ist Umfragen zufolge gegen eine Abschaffung des Pfunds.

Premierminister Tony Blair, ein Euro-Befürworter, hat angekündigt, das Volk in einem Referendum über den Beitritt zur europäischen Währungsunion abstimmen zu lassen. Zunächst müssten allerdings fünf selbst auferlegte Wirtschaftskriterien erfüllt sein. (APA/AP)

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