Schenkungssteuer-Freiheit verlängert

26. Juni 2002, 13:38
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Sparbücher werden doch noch keine teureren Geschenke - Frist bis Jahresende verlängert

Wien - Die Schenkungssteuerfreiheit bei der Weitergabe von Sparbüchern bleibt den Österreichern noch bis zum Jahresende erhalten. Eine entsprechende Verlängerung der bisherigen Praxis um ein halbes Jahr hat der Ministerrat am Dienstag beschlossen. Ursprünglich war geplant, mit dem endgültigen Aus der anonymen Sparbücher am 30. Juni auch auf diesem Gebiet eine Schenkungssteuer einzuführen.

Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (VP) und Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer (FP) betonten nun, dass sich die Regierung für sechs Monate zur Fortführung der Praxis entschlossen habe. Den Parlamentsklubs sei ein entsprechender Auftrag erteilt worden, den sie auch gerne angenommen hätten.

Damit werden Sparbücher zunächst doch noch keine teureren Geschenke. Nach früheren Plänen sollte am 30. Juni 2002 die Frist enden, die der Finanzminister für das steuerfreie Schenken von Sparbüchern erlassen hat; ausgenommen sind Schenkungen an Stiftungen. Unter die Amnestie fallen auch jene Schenkungen, die in der Vergangenheit erfolgten.

Von den "schweren" Sparbüchern mit Einlagen über 15.000 Euro sind bereits 90 Prozent identifiziert, sagte Bawag-Chef und Bankenverbandspräsident Helmut Elsner. Insgesamt seien bei 70 bis 80 Prozent der Sparbücher die Inhaber bekannt. (red, DER STANDARD, Printausgabe 27.6.2002)

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