"Wirtschaftswoche" übernimmt "Telebörse"

23. Juni 2002, 15:25
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200 Mitarbeiter beim "Handelsblatt" sollen abgebaut werden

Die Düsseldorfer "Wirtschaftswoche" übernimmt einem Magazinbericht zufolge das ebenfalls zur Verlagsgruppe Holtzbrinck gehörende Anlegermagazin "Telebörse". Wie das Hamburger Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" am Samstag in einer Vorabmeldung berichtet, sollen einige der insgesamt 60 "Telebörse"-Redaktionsmitarbeiter künftig für den Geldteil der "Wirtschaftswoche" arbeiten. Dies sehe ein schon länger bestehender Plan vor, der jetzt umgesetzt werde.

Rettungsaktion

Die Düsseldorfer wollen laut "Spiegel" auf diese Weise das Anzeigen- und Abonnentengeschäft des in Frankfurt erscheinenden Anlegermagazins zumindest in Teilen retten. Die "Telebörse" war den Angaben zufolge im Jahr 2000 gegründet worden. Beim Holtzbrinck-Verlag war am Wochenende niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Gerüchte über Abbau von 200 Stellen

Aus Verlagskreisen hatte es vor wenigen Tagen geheißen, dass die "Telebörse" als einer der Verlustbringer für die Stuttgarter Verlagsgruppe komplett zugemacht werden solle. Zudem wolle Holtzbrinck knapp 200 Stellen bei der zum Unternehmen gehörenden Verlagsgruppe Handelsblatt abbauen. Holtzbrinck und Handelsblatt-Gruppe hatte beide Behauptungen dementiert. (APA/Reuters)

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