Regierungssoldaten in Nepal töten 50 Rebellen

23. Juni 2002, 14:30
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König zu Besuch in Indien erwartet

Kathmandu - Bei einem Feuergefecht mit Regierungstruppen sind im Westen Nepals etwa 50 Rebellen getötet worden. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums, Bhupendra Poudel, erklärte am Sonntag in Kathmandu, die Zusammenstöße hätten sich am Donnerstag in der Ortschaft Khara rund 400 Kilometer westlich von Nepal ereignet. Die Angaben über Todesopfer beruhten auf Schätzungen, die angesichts der Blut- und Schleifspuren am Tatort angestellt worden seien.

Unabhängige Angaben über die Zahl der Toten gab es nicht. Die Rebellen tragen ihre getöteten Kämpfer oftmals von den Orten der Gefechte fort und begraben sie in der Nähe. Die Kämpfe zwischen den Soldaten und den maoistischen Rebellen haben sich in den vergangenen Monaten weiter verschärft. Insgesamt fielen den Gefechten seit 1996 mehr als 4.000 Menschen zum Opfer. Die Rebellen kämpfen für eine Abschaffung der konstitutionellen Monarchie in Nepal.

Die Unruhen sollten auch im Mittelpunkt eines Besuch von König Gyanendra Bir Bikram Shah Dey in Indien stehen. Er wollte am Sonntag gemeinsam mit Königin Komal Rajya Lakshmi Devi Shah auf Einladung des indischen Präsidenten Kocheril Raman Narayanan nach Indien reisen. Dort war auch ein Treffen mit Ministerpräsident Atal Bihari Vajpayee geplant. Weitere Gesprächsthemen waren die Aktivitäten pakistanischer Terrorgruppen in Nepal und die offene Grenze zwischen beiden Ländern.(APA/AP)

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