China erlaubt 23 Flüchtlingen aus Nordkorea Ausreise nach Südkorea

23. Juni 2002, 14:19
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Zwei Nordkoreaner aus kanadischer Botschaft verlassen China

Peking - Die chinesische Regierung hat 23 Nordkoreanern, die in südkoreanischen Vertretungen in Peking Zuflucht gesucht haben, die Ausreise erlaubt. Bedingung sei, dass sie in China kein Verbrechen begangen hätten, sagte ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums am Sonntag der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua. China werde die Identität der "Ausländer" prüfen und ihnen dann die Ausreise gestatten. Zeitangaben machte er nicht. Zwei weitere Nordkoreaner, die sich in der kanadischen Botschaft in Peking aufhielten, verließen China nach Angaben einer Botschaftssprecherin am Sonntag.

Die Vorfälle belasteten in den vergangenen Wochen die diplomatischen Beziehungen zwischen Seoul und Peking. Seit Anfang März erzwangen mehr als drei Dutzend Nordkoreaner mit ihrer Flucht in diplomatische Vertretungen in China eine Ausreise nach Südkorea. Peking verschärfte daraufhin die Sicherheitsvorkehrungen vor ausländischen Konsulaten und Botschaften. Schätzungen zufolge sollen bis zu 300.000 Nordkoreaner vor Hunger und Unterdrückung in ihrer Heimat in die Volksrepublik China geflohen sein.(APA)

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