Schausberger: Gutes Wirtschaften darf nicht bestraft werden

23. Juni 2002, 16:42
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Salzburger Landeshauptmann protestiert gegen Pläne, die Rücklagen gesunder Krankenkassen für die Sanierung kranker Kassen zu verwenden

Salzburg - "Hände weg von den Rücklagen der Salzburger Gebietskrankenkasse (SGKK)!" Mit diesem Appell schaltete sich heute, Sonntag, der Salzburger Landeshauptmann Franz Schausberger (V) in die Diskussion zur Sanierung mancher Gebietskrankenkassen in Österreich ein. "Es kann nicht so sein, dass jahrelanges gutes Wirtschaften bestraft wird", stellte Schausberger in einer Aussendung fest.

"Ich erwarte mir von der Bundesregierung noch einmal die Aufnahme von Gesprächen mit den betroffenen Ländern. Es sind Lösungen auszuarbeiten, die sicher stellen, dass die defizitären Kassen die gleichen Sanierungsanstrengungen wie die gesunden Kassen in Vorarlberg, Oberösterreich und Salzburg unternehmen", meinte der Landeshauptmann.

Schließlich handle es sich dabei um die Gelder der Salzburger Arbeitgeber und -nehmer, die auf Salzburger Banken liegen und damit für Wertschöpfung in Salzburg sorgten, sagte Schausberger. Außerdem sei es nicht einzusehen, dass die Gebietskrankenkasse in Salzburg erfolgreich wirtschafte und nun das Defizit der Kasse in Wien ausgleichen soll, wo doch die Kasse in Wien höhere Pro-Kopf-Einnahmen (1.463,05 Euro) pro Versichertem lukriere als die SGKK (1.408,22 Euro), so der Salzburger Landeshauptmann.

Es gehe aus Salzburger Sicht im Gesundheitswesen nicht um kurzfristige Geldbeschaffungsaktionen, sondern um eine langfristige Absicherung des Gesundheitssystems, betonte Schausberger.(APA)

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