Rekorde in der prallen Sonne

23. Juni 2002, 20:07
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Das Donauinselfest stand im Zeichen neuer Hitze- und Publikumsrekorde

Wien - "Heast Franzl, kumm eine. Die Donau hod heit sicha mehr wie 26 Grad." Wenn der Wiener "die Donau" sagt, meint er in der Regel das Entlastungsgerinne. In der Regel: Am Wochenende war die Donau oftmals tatsächlich die Donau - das Gerinne auf der anderen Seite "ihrer" Insel war den Wienern häufig entweder zu seltsam gefärbt, zu warm - oder einfach zu unerreichbar.

Denn am Wochenende war Donauinselfest. Und wie jedes Jahr - heuer zum 19. Mal - wurde die Insel regelrecht gestürmt. Daran änderte auch die brütende Hitze wenig: Was die Besucher in den Mittagsstunden - rein mengenmäßig - ausließen, wurde an den drei Abenden des Festes dann locker wieder kompensiert.

Allein am Samstag sollen - so Festveranstalter und SPÖ-Landesgeschäftsführer Harry Kopietz - über 1,4 Millionen Besucher gezählt worden sein. Auch für Sonntag wurde ein Überschreiten der Millionengrenze erwartet. Aufgrund des Andranges musste die Polizei zeitweise Brücken und U-Bahn-Zugänge sperren.

Zusätzlich zur Hitze wurden die Besucher mit Publikumsmagneten wie DJ Ötzi, Wolfgang Ambros, Peter Maffay, No Angels und Opus beschäftigt. Insgesamt traten während der drei Tage über 1600 Künstler auf.

"Ausfälle" gab es dabei weniger bei den Darbietenden als bei den Zusehern. Schuld daran waren meist die Faktoren "zu viel" oder "zu wenig" bei der Flüssigkeitszufuhr, erklärten die Rettungskräfte - und präzisierten, dass bei ersterem Grund stets das Wort "Alkohol" zu ergänzen sei. (Thomas Rottenberg/DER STANDARD, Printausgabe, 24.6.2002)

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