NZZ muss Stellen abbauen - Werbevolumen um 25 Prozent zurückgegangen

22. Juni 2002, 21:56
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Wie viele der insgesamt 700 Stellen abgebaut werden, ist noch unklar

Die "Neue Zürcher Zeitung" (NZZ) baut Stellen ab. Grund ist der Rückgang des Werbevolumens und damit verbundene Ertragseinbussen, wie die "NZZ" am Samstag meldete. Details werden noch nicht bekannt gegeben. Laut NZZ soll der Stellenabbau so weit als möglich über natürliche Abgänge organisiert werden - Entlassungen seien aber nicht zu umgehen. Wie viele der insgesamt 700 Stellen abgebaut werden, ist noch unklar. Die Verringerung treffe nicht einen speziellen Bereich sondern werde überall dort vorgenommen, wo es nötig und sinnvoll sei, sagte Chefredaktor und Geschäftsleitungsmitglied Hugo Bütler gegenüber der Schweizer Nachrichtenagentur sda.

Die Reduktion dränge sich auf, da die Personalkosten sehr hoch seien. Die Maßnahme werde die NZZ bis etwa Mitte des nächsten Jahres beschäftigen. Man wolle möglichst auf persönliche Umstände Rücksicht nehmen. Das alles brauche Zeit - vieles müsse noch diskutiert und gewichtet werden. Der Stellenabbau sei aber nur ein Teil der gesamten Sparmassnahmen: Sämtliche Prozesse würden durchleuchtet und daraufhin abgeklopft, "was man wie rationeller machen" könnte.

Wie viel gespart werden muss, sagte Bütler nicht. Er gab aber immerhin einen Anhaltspunkt: Das Werbevolumen sei um 25 Prozent zurückgegangen - das ziehe große Ertragseinbußen nach sich. Immerhin verfüge die "NZZ" über gute Reserven und andere Einnahmen und auch die "NZZ am Sonntag" sei gut angelaufen - ihr Werbevolumen liege über dem Plan.(APA/sda)

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